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Vor den Toren lag das Vorwerk Bründel. Von 1566 bis 1573 wurde die Burg zum Renaissance-Schloss mitteldeutscher Prägung umgebaut. 1611 bis 1665 war Plötzkau souveränes Fürstentum der Linie Anhalt-Köthen-Plötzkau. Mit dem Erlöschen der Köthener Linie 1655 gelangte Plötzkau gemäß Erbvertrag an Fürst Friedrich von Bernburg-Harzgerode und auch diese Haus an Anhalt-Bernburg (bis 1863). Das Amt Plötzkau umfasste damals 6 Dörfer: Plötzkau mit Bründel als Vorwerk, Großwirschleben, Teile von Gröna, Aderstedt, Bullenstedt und Ilberstedt.
Die Gesamtfläche betrug etwa 40 Quadratkilometer, die Einwohnerzahl etwa 2.000. Während des dreißigjährigen Krieges blieb Plötzkau unzerstört. Nachfolgend wurde das Schloss als Fabrik, Strafanstalt und Wohngebäude genutzt. Schließlich wurde es im Jahre 1874 der schon länger existierenden Domäne zugeteilt. |
Schloss Plötzkau um 1960 Luftbildaufnahme von 1920
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Zur Gemeinde gehören die Ortslagen Plötzkau, Großwirschleben und Bründel mit ca. 1.400 Einwohnern. Die Gemeinde Plötzkau gehört derzeit zur Verwaltungsgemeinschaft Saale-Wipper. Plötzkau verfügt nicht über Industrie, jedoch über eine kleine Anzahl von Handels- und Gewerbebetrieben.
Plötzkau ist auch heute noch durch den "Grauen Turm" des Schlosses von weitem zu erkennen. Das Schloss ist auch das bedeutenste Bauwerk unserer Gemeinde. In ihm sind ein Café, die Gemeindebibliothek und der Verein zum Erhalt des Schlosses untergebracht. Letzterer veranstaltet Turmführungen, Ausstellungen und unterhält eine Kinderkemenate, in der Kinder mit den alten Sitten und Bräuchen vertraut gemacht werden (ein Ausflug lohnt sich besonders für Schulklassen). Weiterhin ist die besonders reizvolle landschaftliche Lage unserer Gemeinde zu erwähnen. An den Ufern der Saale im Landschaftsschutzgebiet "Unteres Saaletal" und anschließendem Naturschutzgebiet "Auwald Plötzkau", eines der größten zusammenhängenden Auewaldgebiete Europas.
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Das Wappen der Gemeinde Luftbildaufnahme von 2004 Luftbildaufnahme von 2004 |