MZ vom 09.08.2010
Nach der Nachtwanderung war nach fünf Minuten Ruhe

Abwechslung für die Nachwuchsfeuerwehrleute auf der Hüpfburg. (FOTO: ENGELBERT PÜLICHER)
"Schon fünf Minuten nach der Rückkehr von der Nachtwanderung war wieder Ruhe in den Zelten", berichtet der Jugendwart der Güstener Ortswehr, Stefan Leszinski, vom ersten Höhepunkt des dreitätigen Zeltlagers in Alsleben. Er und seine Jugendwart-Kollegen aus den anderen Wehren hatten das erste Zeltlager in der Verbandsgemeinde Saale-Wipper gemeinsam organisiert, sich um die Vorbereitung, die Sponsoren, die Verpflegung und das Programm gekümmert. "Die Jugendwarte haben das ganz allein bewerkstelligt", freute sich Verbandsbürgermeister Steffen Globig, der am Freitagabend mit der Verbandswehrleitung das Zeltlager eröffnet hatte.
In den drei Tagen bis zum Sonntagmittag haben die Nachwuchswehrleute auf dem Sportplatz und im Schwimmbad nicht nur erlebnisreiche Stunden auf der Hüpfburg, zur Disko und beim Schwimmen erlebt, sie haben auch die Bedingungen der "Jugendflamme" Stufe I erfüllt und damit den ersten Leistungstest in der Feuerwehr bestanden. Theoretische und praktische Aufgaben mussten die 60 Kinder und Jugendlichen - unter ihnen waren 9 Mädchen - erfüllen. Die Brandschützer von Morgen bewiesen Nerven und meisterten die geforderten Aufgaben mit Bravour.
Für ihr Zeltlager hatten die Wehren unter anderem Unterstützung von der Salzlandsparkasse, von der Erdgas Mittelsachsen und von verschiedenen Feuerwehrvereinen der Verbandsgemeinde erhalten. Der Feuerwehrverein Plötzkau zum Beispiel hatte allen Teilnehmern am Zeltlager Schlüsselbänder zur Verfügung gestellt.
Am Sonntagmittag konnten die Jugendwarte der fünf Wehren - Giersleben war nicht am Zeltlager beteiligt - einschätzen, dass "es ein Erfolg war, der wiederholt werden soll." Die Kinder und Jugendlichen haben sich in den neuen Strukturen der Verbandsgemeinde kennen gelernt und erste Freundschaften geschlossen.
Amtsblatt vom 04.06.2010
Gemeinsame Ausbildung der Ortswehren Alsleben, Güsten und Plötzkau am Schloss in Plötzkau
Am Freitag, dem 21. Mai 2010 führten die Ortsfeuerwehren Alsleben, Güsten und Plötzkau erstmalig seit Bildung der Verbandsgemeinde Saale-Wipper eine gemeinsame Ausbildung durch, an der sich über 50 Kameraden mit 11 Einsatzfahrzeugen beteiligten.
Ziel der Ausbildung war es, mehrere Schlauchleitungen zum Schloss in Plötzkau zu verlegen, um über diese eine Löschwasserversorgung zu gewährleisten. Hierfür wurde durch die Ortsfeuerwehr Güsten am "Neuen toten Saalearm" eine Löschwasserentnahmestelle aufgebaut. Mittels zweier Pumpen und einer ca. 500m langen Schlauchleitung wurde von dort aus, das Löschwasser bis hinauf auf das Schloss gefördert, wobei es einen Höhenunterschied von ca. 25 m zu überwinden galt.
Die Ortsfeuerwehr Alsleben errichtete zwei weitere Löschwasserentnahmestellen (über Hydrant) und förderte das entnommene Löschwasser mit jeweils einer Pumpe zum Schloss, auch hierfür wurden ca. 500m Schlauchleitung verlegt. Am Schloss führten die Ortsfeuerwehren Güsten und Plötzkau mit mehreren Strahlrohren einen simulierten Löschangriff durch, so war auch die Abnahme der geförderten Löschwassermengen gewährleistet.
Abschließend konnte festgestellt werden, dass das Zusammenspiel der Ortswehren bei dieser Ausbildung sehr gut funktioniert hat und das Ausbildungsziel erreicht wurde. Es zeigten sich aber auch Probleme bei der Löschwasserversorgung über das Hydrantennetz des Ortes Plötzkau. Die vorhandenen Wasserdrücke reichen nicht aus, um im Ernstfall einen Löschangriff mit der erforderlichen Wassermenge durchzuführen. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf, waren sich alle an der Übung beteiligten Führungskräfte und Verbandsgemeindebürgermeister Steffen Globig einig.
Nach Beendigung der Ausbildung wurden alle beteiligten Kameraden noch zu einem gemeinsamen Grillabend im Feuerwehrgerätehaus Plötzkau eingeladen. Hier war dann für alle genug Zeit, um über die gewonnenen Erfahrungen zu fachsimpeln und sich innerhalb der "neuen" Feuerwehr, soweit noch nicht geschehen, näher kennen zu lernen.
Die Ortswehrleiter der Ortswehren Güsten, Alsleben und Plötzkau
Amtsblatt vom 04.06.2010
Wahl des Gemeindewehrleiters der Verbandsgemeinde Saale-Wipper und dessen Stellvertreters
Am 09. Mai 2010 wurde eine geheime Abstimmung, für die Besetzung der Funktion des Gemeindewehrleiters und dessen Stellvertreters, in den jeweiligen Feuerwehrgerätehäusern, durchgeführt. Die Stimmauszählung erfolgte sofort zentral im Sitzungssaal des Rathauses in Güsten.
Folgendes Ergebnis konnte festgestellt werden:
Von insgesamt 207 Wahlberechtigten der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Saale-Wipper, gaben 119 Kameradinnen und Kameraden ihre Stimme ab. Davon entfielen 103 gültige Stimmen (16 ungültige Stimmen) auf Kamerad Gert Lehmann, der somit als Gemeindewehrleiter bestätigt wird.
Kamerad Andreas Braun erhielt 58 und Kamerad Michael Kruse 47 gültige Stimmen (14 Stimmzettel waren leider ungültig). Damit ist der Kamerad Andreas Braun als stellv. Gemeindewehrleiter gewählt.
Gemäß § 8 Abs. 6 der Satzung über den Dienst in der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Saale-Wipper und gemäß § 15 Abs. 4 des Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt, erfolgt durch den Träger der Feuerwehr die Berufung der vorgeschlagenen Kameraden in das Ehrenbeamtenverhältnis für die Dauer von sechs Jahren.
Zur Person Gert Lehmann
Kamerad Lehmann ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat einen Sohn. Beruflich ist er in der Kreiseinsatzleitstelle des Salzlandkreises, als Sachgebietsleiter, tätig.
Er war 1976 Gründungsmitglied der AG Junge Brandschutzhelfer in der Kommandostelle "Güsten-Ost" der Freiwilligen Feuerwehr Güsten.
Im Jahr 1980 konnte er die Freiwillige Feuerwehr Güsten als Einsatzkraft bereichern.
Im Laufe der Jahre qualifizierte sich Kamerad Lehmann als Gruppenführer, Zugführer, Maschinist bis hin zum Verbandsführer. Es folgten immer wieder die verschiedensten feuerwehrbezogenen Lehrgänge, wie Leiter einer Feuerwehr, Einsatzrecht, gefährliche Stoffe und Güter, Technische Hilfeleistung, Einsatzplanung und Einsatzvorbereitung und der Kreisausbilder für Sprechfunker. Im Jahr 1987 führte er ein Selbststudium für Offiziere der örtlichen freiwilligen und betrieblichen Feuerwehren durch. 1991 wurde er zum Oberbrandmeister befördert. Von 1996 bis 2007 war er Abschnittsleiter im Landkreis Bernburg. Im Jahr 2002 wurde er zum stellv. Stadtwehrleiter der FF Güsten gewählt und bis 2007 übte er diese Funktion aus. Nach erneuter Wahl im Jahr 2007 konnte Kamerad Lehmann zum Stadtwehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Güsten berufen werden. Die Ausübung dieser Funktion endete am 31.12.2009, durch die Gründung der Verbandsgemeinde Saale-Wipper. Seitdem ist Kamerad Lehmann Ortswehrleiter der Ortsfeuerwehr Güsten.
Am 26.05.2010 wurde Gert Lehmann in das Ehrenbeamtenverhältnis für die Dauer von 6 Jahren, zum Gemeindewehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Saale-Wipper, berufen.
Zur Person Andreas Braun
Kamerad Andreas Braun ist 39 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Söhne. Er ist selbstständiger Handwerker.
Im Alter von 10 Jahren, trat er 1980 als Brandschutzhelfer, der Freiwilligen Feuerwehr Güsten, bei. 1986 wurde er Einsatzkraft dieser Feuerwehr.
Von 1995 bis 2009 absolvierte er Führungslehrgänge als Gruppenführer, Zugführer und Verbandsführer. Es folgten weitere verschiedene Lehrgänge. So z.B. als Trainer Feuerwehrübungshaus, Leiter einer Feuerwehr, Einsatzplanung/Einsatzvorbereitung, ABC-Einsatz, Einsatzrecht, Führen im Technischen Hilfeleistungseinsatz, Kreisausbilder und Atemschutzgerätewart. Von 1995-2009 wurden ihm die Arbeiten als Atemschutzgerätewart der Freiwilligen Feuerwehr Güsten übertragen. Von 1995-1999 war Kamerad Braun Gruppenführer und von 1999-2009 Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Güsten. 1997 wurde er zum Kreisausbilder des Landkreises ernannt. Im Jahr 2008 konnte er sich als Verbandsführer qualifizieren. Durch einen Umzug nach Plötzkau, erfolgte auch der Wechsel von der Ortsfeuerwehr Güsten zur Ortsfeuerwehr Plötzkau. Dort wurde Kamerad Andreas Braun im September 2009 als Gemeindewehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Plötzkau gewählt und mit Gründung der Verbandsgemeinde Saale-Wipper ist er seit dem 01.01.2010 Ortswehrleiter der Ortsfeuerwehr Plötzkau. Am 26.05.2010 wurde Andreas Braun in das Ehrenbeamtenverhältnis für die Dauer von 6 Jahren, zum stellv. Gemeindewehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Saale-Wipper, berufen.
MZ vom 27.05.2010
Nach dem 5. Anlauf steht der Haushalt

Gert Lehmann (r.) ist Gemeindewehrleiter der Verbandsgemeinde. Stellvertreter ist Andreas Braun. Sie wurden zur Ratssitzung berufen und vereidigt. (FOTO: MZ)
Der Verwaltungshaushalt der Verbandsgemeinde Saale-Wipper (Mittel für die Verwaltung), zu der Alsleben mit Gnölbzig, Giersleben mit Strummendorf, Güsten mit Amesdorf, Warmsdorf und Osmarsleben, Ilberstedt mit Bullenstedt und Cölbigk und Plötzkau mit Bründel und Groß Wirschleben gehören, umfasst in den Einnahmen und Ausgaben fast 5,1 Millionen Euro. Im Vermögenshaushalt (Mittel für Investitionen) stehen 119 700 Euro zur Verfügung. Kredite und Verpflichtungsermächtigungen wurden nicht veranschlagt. 90 Prozent der allgemeinen Zuweisungen und je 44,528 Prozent der Grundsteuern A und B, der Gewerbesteuer und der Einkommenssteuer zahlen die Orte als Umlage an die Verbandsgemeinde. Insgesamt sind das fast 3,5 Millionen Euro.
Verbandsbürgermeister Steffen Globig sprach von intensiven Beratungen vor allem um weitere Einsparmöglichkeiten, die in den vergangenen Wochen geführt wurden und dank der konstruktiven Mitarbeit der Räte zu einem ausgeglichenen Haushalt geführt haben. Wie Kämmerin Angelika Scholz den Räten vor der Beschlussfassung erläuterte, seien die größten Ausgaben im Verwaltungshaushalt für die Kindereinrichtungen und die Schulen in der Verbandsgemeinde sowie für die sechs Ortsfeuerwehren vorgesehen. Gegenüber dem vierten Haushaltsentwurf seien auch die Personalkosten erhöht worden, da die Verwaltung künftig einen Auszubildenden einstellen werde.

